In der neuen ADAC-Studie „Urlaubsnebenkosten in Deutschland“ wurden besonders für den Herbst- und Wanderurlaub geeignete Regionen gewählt. Insgesamt wurden 36 Urlaubsorte deutschlandweit getestet. Die Nebenkosten bewerteten die Tester des Automobilclubs anhand eines standardisierten Warenkorbs mit 30 Produkten aus den Kategorien Gesundheit und Körperpflege, Essen und Trinken sowie Shopping und Freizeit. Die Kosten für diesen Warenkorb reichten dabei von 120 bis zu 190 Euro. Besonders bei Kleinigkeiten zeigten sich deutliche Preisunterschiede.

hs urlaubUnter den sehr teuren Regionen sind der Studie zufolge auch die bei Touristen beliebte Urlaubsregion Sächsische Schweiz. In Bad Schandau (Platz 34) schlug nach Angaben des ADAC besonders der hohe Eintrittspreis in die Toskana-Therme negativ zu Buche. Die zwei weiteren getesteten Städte Hohnstein und Rathen in der Sächsischen Schweiz landeten auf Platz 27 und 30 der teuersten Städte in Deutschland.

Klaus Brähmig (CDU), Vorsitzender des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz, wies die Kritik an der Region zurück und merkte an, das bei dieser Studie nur in sehr kleinen Ortschaften getestet wurde, die über keine großen Discounter verfügen.

„Meines Erachtens geht der getestete Warenkorb an den wirklichen Bedürfnissen des Gastes vorbei. Anschaffungen wie Regenschirme, Baseball-Kappen oder Sonnenbrillen sind verhältnismäßig teuer, aber Sie werden auch nicht täglich konsumiert.“

Kosten wie Essen, Trinken, Kurtaxe und Parkgebühren sind in der Sächsischen Schweiz sehr kostengünstig. Man könne jedoch nicht ein „stinknormales“ Hallenbad in Kulmbach mit einem deutschlandweit einzigartigen Thermalbad wie die „Toskana-Therme“ in Bad Schandau vergleichen.

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