EU-Steuerkommissar László Kovács kündigte dem EU-Parlament für Juli einen Vorschlag an, den EU-Mitgliedstaaten ab 2010 mehr Spielraum für reduzierte Mehrwertsteuersätze zu gewähren. Zuvor hatte sich bereits wiederholt Günter Verheugen, Industriekommissar und Vize-Präsident der EU-Kommission, für die Aufnahme von Restaurantdienstleistungen in den Anhang III der Mehrwertsteuerrichtlinie ausgesprochen.

„Diese Initiativen der Europäischen Kommission finden unsere uneingeschränkte Unterstützung“,

begrüßt der DEHOGA Bundesverband den frischen Rückenwind aus Brüssel.

Zur Zeit werden in Deutschland auf Speisen und Getränke 19 Prozent Mehrwertsteuer erhoben. Um die Verbraucher zu entlasten, sollen dies bald nur noch sieben Prozent sein. Der Vorstoß kommt zu rechten Zeit. Preissteigerungen u.a. bei den Energiekosten lassen die Betriebskosten nach oben gehen und gleichzeitig das Konsumverhalten abflauen.

Bereits seit Jahren fordert der Branchenverband einen günstigeren Mehrwertsteuersatz für die Gastronomie.

„70.000 neue Arbeitsplätze könnten mittelfristig geschaffen werden, das ergab eine Studie der Universität Mannheim“,

sagt Dehoga-Präsident Ernst Fischer. Ob der Gesetzesentwurf innerhalb der EU zu Stande kommt, ist fraglich. Denn dafür ist ein einstimmiger Beschluss der 27 Mitgliedsländer notwendig.

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