MÜNCHEN. Die Wiesnwirte atmen auf. Für 2008 wird das gesetzliche Rauchverbot vermutlich außer Kraft gesetzt werden. Diese Chance besteht nach einem neuen Spitzengespräch der Wiesnwirte mit Bayerns Gesundheitsminister Otmar Bernhard, Innenminister Joachim Herrmann, OB Christian Ude und Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle.

Die Zugeständnisse verteidigt die Politik mit dem Argument, dass das Rauchverbot auf der Wiesn schwer durchführbar sei. Bernhard gab zu, dass für erforderliche Umbauten – etwa für Freiluftflächen zwischen den Zelten – keine Zeit mehr sei. Für dieses Jahr können Toni Roiderer und seine Kollegen daher auf eine Ausnahmeregelung hoffen. „In überfüllten Wiesn-Zelten mal kurz vor die Türe zu treten, ist nicht möglich“, brachte Ude das Hauptproblem auf den Punkt, „wer rausgeht, kommt nicht mehr rein.“

Die endgültige Entscheidung soll in der kommenden Woche im Parlament fallen. KVR-Chef Blume-Beyerle erläuterte die Alternativen, die zur Diskussion stehen: Eine Möglichkeit wäre, Kulanz bei der Überprüfung walten zu lassen, die zweite wäre das Aussetzen des Verbots ausschließlich für das Oktoberfest und deren Zelt und terminiert auf diese Zeit. „Die zweite, bessere Lösung“, so Blume-Beyerle „muss allerdings vom Gesetzgeber genehmigt werden.“

(Quelle:ahgz.de)

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