Es lebe das Web 2.0 – das Zeitalter, wo jeder aktiv im Internet mitwirken und überall seine Meinung äußern kann. Oder doch nicht? Hotelberwertungsportale sind zumindestens im Hotelmanagement nicht wirklich gern gesehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Branchenstudie von CHD Expert. Bei dieser wurden 284 Entscheider aus Privat- und Kettenhotellerie zum Thema befragt.

Demnach ignorieren über 50 Prozent der Hoteldirektoren in Deutschland die Onlinerezensionen auf Plattformen wie holidaycheck.de, votello.de und hotelkritiken.de bislang noch. Nur 30 Prozent der Hotelmanager klicken regelmäßig durch die Bewertungsportale, um die jüngsten Bewertungen ihrer Häuser in Erfahrung zu bringen. Von diesen online-affinen Direktoren checken 37 Prozent täglich die neuen Einträge und 20 Prozent schauen mindestens einmal pro Woche die Portale durch.

Für die Mehrzahl der Hoteliers (63%) steht die Glaubwürdigkeit an der Onlinekritik im Vordergrund, d.h. Zeitpunkt und Anlass des Vorfalles. Die Hälfte der Manager (51%) nimmt dazu direkt Kontakt mit dem Gast/Kritiker auf und 39 Prozent der Direktoren versuchen, durch eigene Kommentierungen Einfluss auf die Wirkung der veröffentlichten Kritiken zu nehmen. Wird die Kritik als existenzbedrohend empfunden, entscheidet sich jeder Zweite für eine intensive Kommunikation mit dem Kritiker.

Allerdings zeige sich auch, dass rund die Hälfte der Hotel-Direktoren die Kritiken schulterzuckend zur Kenntnis nehmen, denn ist eine Onlinekritik erst einmal publiziert, erfordert es viel Zeit und etliche Korrespondenz den Gast zur einer Korrektur zu bewegen.

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