In der neuen ADAC-Studie „Urlaubsnebenkosten in Deutschland“ wurden besonders für den Herbst- und Wanderurlaub geeignete Regionen gewählt. Insgesamt wurden 36 Urlaubsorte deutschlandweit getestet. Die Nebenkosten bewerteten die Tester des Automobilclubs anhand eines standardisierten Warenkorbs mit 30 Produkten aus den Kategorien Gesundheit und Körperpflege, Essen und Trinken sowie Shopping und Freizeit. Die Kosten für diesen Warenkorb reichten dabei von 120 bis zu 190 Euro. Besonders bei Kleinigkeiten zeigten sich deutliche Preisunterschiede.
Unter den sehr teuren Regionen sind der Studie zufolge auch die bei Touristen beliebte Urlaubsregion Sächsische Schweiz. In Bad Schandau (Platz 34) schlug nach Angaben des ADAC besonders der hohe Eintrittspreis in die Toskana-Therme negativ zu Buche. Die zwei weiteren getesteten Städte Hohnstein und Rathen in der Sächsischen Schweiz landeten auf Platz 27 und 30 der teuersten Städte in Deutschland.
Klaus Brähmig (CDU), Vorsitzender des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz, wies die Kritik an der Region zurück und merkte an, das bei dieser Studie nur in sehr kleinen Ortschaften getestet wurde, die über keine großen Discounter verfügen.
„Meines Erachtens geht der getestete Warenkorb an den wirklichen Bedürfnissen des Gastes vorbei. Anschaffungen wie Regenschirme, Baseball-Kappen oder Sonnenbrillen sind verhältnismäßig teuer, aber Sie werden auch nicht täglich konsumiert.“
Kosten wie Essen, Trinken, Kurtaxe und Parkgebühren sind in der Sächsischen Schweiz sehr kostengünstig. Man könne jedoch nicht ein „stinknormales“ Hallenbad in Kulmbach mit einem deutschlandweit einzigartigen Thermalbad wie die „Toskana-Therme“ in Bad Schandau vergleichen.
September 16, 2009 at 9:46
Ich überlege schon wohin ich nächstes Monat fahre, danke für die info, war echt nützlich. einen schönen tag!
September 18, 2009 at 12:46
Diese ADAC Studie erscheint doch mehr als fragwürdig. Trotzdem wird sie leider von vielen Journalisten – ohne zu hinterfragen bzw. zu prüfen – einfach übernommen. Sie ist nicht transparent und daher schlecht nachprüfbar. Von Seiten des ADAC gibt es keine Informationen, welche Institutionen konkret getestet wurden. Wenn man sich nun einmal genauer damit beschäftigt und die Ergebnisse nachrecherchiert, kommt man zu der Erkenntnis, dass Äpfel mit Birnen verglichen werden. So ergaben Recherchen des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz (www.saechsische-schweiz.de), dass z.B. die Kosten für den Besuch eines einfachen Hallenbades wie in Kulmbach (4 Euro) den Kosten für die Tageskarte (19 Euro) in einem deutschlandweit einzigartigen Thermal-Erlebnisbad (der Bad Schandauer Toskana Therme mit Liquid Sound und riesiger Saunalandschaft) gegenüber gestellt werden. Dies lässt nicht nur Klaus Brähmig, den Vorsitzenden des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz e.V., an der Testmethode und den Testergebnissen berechtigte Zweifel hegen. Außerdem gibt er zu Bedenken, dass der getestete Warenkorb an den wirklichen Bedürfnissen des Gastes vorbei gehe. Bei den im Urlaub entstehenden Kosten wie Essen, Trinken, Kurtaxe und Parkgebühren sei die Sächsische Schweiz sehr kostengünstig und daher auch gut aufgestellt. Anschaffungen wie Regenschirme, Baseball-Kappen oder Sonnenbrillen seien verhältnismäßig teuer, werden aber auch nicht täglich konsumiert. (Quelle: http://www.mdr.de/sachsen/6675449.html) Wünschenswert wäre hier ein bisschen mehr journalistische Sorgfaltspflicht!
September 18, 2009 at 6:29
Hallo Basteikraxler!
Diese Meinung teile ich voll und ganz. Da ich selbst in Hohnstein beruflich tätig bin (journalistische Sorgfaltspflicht), ist es für mich kaum nachzuvollziehen wie „unbedacht“ dieser Warenkorb zusammengestellt wurde.
Wie viele andere Regionen ist die Sächsische Schweiz eine Erholungs- & Wanderregion bestehend aus vielen kleineren Ortschaften, die nun mal großteils nur über sogenannte „Tante-Emma-Läden“ verfügen. Was Jedem, den es in Kurgebiete verschlägt, bewusst sein sollte. Hier macht es keinen Unterschied, ob der Urlaub an der Ostsee, im Alpenvorland oder eben in der Sächsischen Schweiz stattfindet.
Davon mal ganz ab, werden diese „Luxusgüter“ wahrscheinlich ein Mal in der Saison benötigt und das auch nur, weil sie im Urlaubskoffer, aus welchen Gründen auch immer, keinen Platz mehr fanden.
Alles in allem ist diese traumhafte Region für Wanderfreunde und Ruhesuchende dennoch ein beliebtes Reiseziel: http://www.osv-online.de/der_verband/presse/pressemitteilungen/090902_tb_Sachsen.pdf
September 22, 2009 at 4:28
Krass! Hätte ich garnicht gedacht…